Preisvorschlag abgeben


Um einen Preisvorschlag abgeben zu können müssen Sie im Shop angemeldet sein.

abbrechen
kostenfrei anmelden

Gartenhaus-Baugenehmigung



Ob als bequeme Unterkunft für die Sommerzeit oder als Abstellplatz für Ihre Gartenutensilien: Ein Gartenpavillon ist der Traum der meisten Besitzer eines Gartens. Gerade in der warmen Jahreszeit wird vielerorts fleißig im Freien gearbeitet und gebaut. Da bekommt die alte Laube zum Beispiel eine überdachte Terrasse oder für die Gartengeräte stellen Sie vielleicht ein Holzhäuschen auf. Auch wenn Sie bei Ihrem Neubau auf einen Keller verzichtet haben, sind Sie sicherlich froh über einen zusätzlichen Abstellraum in Ihrem Garten!

Wir erklären Ihnen, was Sie beim Bau eines Gartenhauses beachten müssen. Sie erfahren, wann Sie eine Genehmigung benötigen und unter welchen Umständen keine Genehmigung notwendig ist.

Sicherlich sind Sie, wie viele Menschen mit Ihnen, der Auffassung, dass Sie auf Ihrem eigenen Grund und Boden auch das Gartenhaus Ihrer Wahl aufstellen können. Doch leider ist dem nicht so, denn je nach Bundesland, in dem Sie wohnen, der Beschaffenheit Ihres Grundstücks und der Größe Ihres Gartenhauses bestehen seitens des Gesetzgebers Einschränkungen, die Sie beachten sollten. Für die Aufstellung einiger Gartenpavillon-Arten ist nämlich eine Baugenehmigung erforderlich. Daher möchten wir Ihnen im Folgenden einmal aufzeigen, was Sie bei der Errichtung Ihres Gartenhäuschens berücksichtigen müssen.

Beim Gartenhaus auf Baugenehmigung achten

Worauf Sie bei einem Gartenhaus-Bau achten sollten

Das öffentliche Baurecht setzt häufig dem Bau eines Gartenhauses Grenzen. Selbst im eigenen Garten müssen Sie das im Baurecht bundesweit geregelte Planungsrecht, aber auch die jeweilige Länderbauordnung beachten. Wenn ein Bebauungsplan existiert, studieren Sie bitte diesen im Vorfeld besonders genau.





Gartenlaube und Schuppen im Bebauungsplan

Oft dürfen diese "Nebenanlagen" lediglich innerhalb der bestehenden Baugrenzen errichtet werden. Häufig werden diese als Linie im Bebauungsplan eingezeichnet. Sie dürfen nicht von Teilen eines Gebäudes überbaut werden. Wenn sich also Ihre Immobilie in einem Wohngebiet befindet, das in den zurückliegenden achtzig Jahren erbaut wurde, liegt der Gemeinde oder der Stadt meist ein Bebauungsplan vor, der die eben genannten Regelungen zu "Nebenanlagen" enthält. Darin kann ebenso festgelegt werden, dass außerhalb der überbaubaren Fläche des Grundstückes, die meist schon vom Hauptgebäude belegt wurde, keine zusätzlichen Nebenanlagen gestattet sind. Der Grund für diese Regelungen liegt darin, dass die Stadtplaner vergangener Jahre verhindern wollten, dass Anwohner ihre Grundstücke mit zu vielen Lauben und Schuppen verbauen. Häufig befinden sich jedoch neben dieser gesetzlichen Regelung noch weitere Einschränkungen im Bebauungsplan, die die Errichtung eines Gartenhäuschens betreffen. Daher empfehlen wir Ihnen dringend, sich vor dem Kauf eines Gartenhauses über die Bebauungsmöglichkeiten zu informieren und bei Ihrer Gemeinde um Einsicht in den Bebauungsplan zu bitten. Denn selbst ein baugenehmigungsfreies Häuschen im Garten muss den Regeln des öffentlichen Baurechts genügen!

Vor dem Bau des Gartenhauses die zuständige Behörde kontaktieren


Achten Sie auf Baugrenzen im Bebauungsplan Wenn Sie sich für ein Gartenhaus entschieden haben, setzen Sie sich mit der Behörde im Vorfeld Ihres Kaufes oder vor dem Bauen in Verbindung. Denn wenn diese Nebenanlage die Größe von zehn respektive dreißig, vierzig oder fünfundsiebzig Raummetern übersteigt, sollten Sie direkt zur Behörde gehen. Dort erhalten Sie alle nötigen Informationen, die Ihnen helfen, unliebsame rechtliche Folgen zu vermeiden. Die Größe, die Ihr Gartenhaus maximal haben darf, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Daher informieren Sie sich über die Genehmigungsregeln in Ihrem Bundesland, in dem Sie es errichten möchten.


Gartenhaus-Genehmigung nach Bundesländern

Ob Ihr Gartenpavillon genehmigungspflichtig ist oder nicht, ist abhängig von dem Bundesland, in dem Sie wohnen.

Die Bauordnung differiert, wie schon erwähnt, von Bundesland zu Bundesland. So können beispielsweise Bauten bis zu einem Volumen von 75 Kubikmetern umbauten Raumes in Brandenburg und Bayern ohne Genehmigung errichtet werden. Dies gilt jedoch nur dann, wenn das Häuschen nicht im Außenbereich steht, sondern Teil des Bebauungszusammenhanges ist. Das Gartenhaus muss also innerhalb einer bebauten Fläche stehen. In Nordrhein-Westfalen liegt die Grenze laut BauO NRW (BauO steht für Bauordnung) beispielsweise bei 30 Kubikmeter Rauminhalt und in Niedersachsen bei 40 Kubikmetern, auch Gartenhäuser mit Toilette, Aufenthaltsraum und Feuerstätte sind genehmigungspflichtig.

Möchten Sie ein Gartenhaus bauen, das ohne einen festverbauten Grill, ohne Toilette und ohne Aufenthaltsräume auskommt, dann könnte dieser Bau genehmigungsfrei sein. Sollten Sie jedoch eines dieser genannten Dinge für Ihr Gartenhaus planen, wird er in der Regel automatisch genehmigungspflichtig. So unterliegen zum Beispiel Baulichkeiten in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin schon ab zehn Quadratmetern einer Genehmigungspflicht.

Gartenhaus ohne Baugenehmigung

Ist der Bau einer Gartenlaube oder eines Geräteschuppens immer mit einer Genehmigung vom zuständigen Bauamt verbunden – oder anders gefragt: Wann ist der Bau eines Gartenhauses genehmigungsfrei? Genehmigungsfreie Bauten nennen sich verfahrensfreie Bauvorhaben. Das bedeutet, dass Sie bauen können, ohne dass ein Antrag bei der Behörde zu stellen wäre. Wie bereits erwähnt, hängt die Genehmigung unter anderem auch von der Art des Gartenhauses (Haus mit oder ohne Feuerstätte, Toilette oder Aufenthaltsraum) und der Größe der geplanten Nebenanlage ab. Darüber hinaus haben Sie in einer Kleingartenkolonie in der Regel mehr Freiheit.

Wenn Ihr Gartenhaus in einer Schrebergartenkolonie mit gepachteten Gärten steht, dann benötigen Sie innerhalb einer bestimmten Größenordnung grundsätzlich keine Baugenehmigung. Für alle Kleingärtner gilt das "Bundeskleingartengesetz". In diesem ist festgelegt, dass eine Gartenlaube dann zulässig ist, wenn sie das Maß von 24 Quadratmetern Grundfläche – einschließlich eines überdachten Freisitzes – nicht überschreitet. Auch ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass Sie eine solche Laube nicht dauerhaft bewohnen dürfen. Sie haben also nicht die Erlaubnis, Ihre Wohnung aufzugeben, um sich kontinuierlich in Ihrer Gartenlaube aufzuhalten. Wenn Sie sich als Schrebergärtner an das Bundeskleingartengesetz halten, müssen Sie die Behörde nicht zwingend von Ihrem Bauvorhaben in Kenntnis setzen.

Beachten Sie auch die Richtlinien der Grenzbebauung


Fundament nicht zu nah an die Grenze zum Nachbarn setzen

Laut der Bauordnungen der Länder können Bauten von maximal drei Metern Höhe errichtet werden, wenn sie eine Länge auf der Grenze zum Nachbarn von neun Metern nicht überschreiten. Bitte vergessen Sie nicht, dass sich auch diese Bestimmungen immer auf ein Häuschen ohne Aufenthaltsräume und Feuerstätten beziehen! Um es auf den Punkt zu bringen: Auf der Grenze dürfen Sie kein beheizbares Wohnhäuschen errichten. Sollten Sie die Errichtung einer Feuerstelle oder einen Raum für den dauerhaften Aufenthalt planen, müssen Sie mindesten drei Meter Grenzabstand einhalten. Das Aufstellen eines Geräteschuppens und/oder einer Laube zum Schutz vor Witterung ist jedoch möglich.



An die Nachbarn denken

Selbst wenn Sie, angefangen vom Bebauungsplan bis hin zu der in Ihrem Wohnort gültigen Landesbauordnung, alles mehrfach geprüft haben, können dennoch die Nachbarn den Bau Ihres Gartenhauses beeinträchtigen. Denn nicht selten hat der etwas zu nah an der Grundstücksgrenze gebaute Gartenpavillon oder die ein wenig zu groß geratene Gartenlaube zu Nachbarschaftstreitigkeiten geführt. Daher empfehlen wir Ihnen, sowohl vor dem Kauf als auch vor dem Bau Ihres Gartenhäuschens mit Ihren Nachbarn in Kontakt zu treten und sie über Ihr Vorhaben zu unterrichten. Auf diese Weise können Sie etwaige Bedenken ausräumen und somit auch bei der geplanten Errichtung einer größeren Gartenlaube einen Kompromiss finden. Auf keinen Fall jedoch sollten Sie Ihr Gartenhäuschen "schwarz" bauen. Denn auch wenn die Behörde nichts merken sollte, können unfreundliche Nachbarn mit einer Anzeige beim zuständigen Bauamt Ihnen das Leben schwer machen, was darüber hinaus unangenehme rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen würde. Es ist daher immer besser, die neben Ihnen angesiedelten Bewohner mit in Ihr Bauvorhaben zu integrieren. Zugegebenermaßen gilt es beim Bau eines Gartenhauses so einige rechtliche Vorschriften zu beachten. Dennoch ist ihre Einhaltung nicht so schwierig, wenn Sie die zuständige Behörde sowie Ihre Nachbarn über Ihre Pläne unterrichten. Denn auf diese Weise genießen Sie nicht nur während der Zeit des Bauens, sondern vor allem auch danach die ungetrübte Freude an Ihrem Gartenpavillon für eine lange Zeit!


Zurück